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Melanie Seifert erzählt von ihren Erfahrungen als Mutter, die mit Elterassistenz unterstützt wird.
Kooperation und Partizipation: So schützt der LWL Menschen mit Behinderungen vor Gewalt.
Elternsein ist ein Teil des menschlichen Lebens. Sich für oder gegen Kinder zu entscheiden, ist kein Privileg, es ist ein Grundrecht. Und natürlich haben Menschen mit Behinderungen das gleiche Recht wie jede:r andere, eine Familie zu gründen, Verantwortung zu übernehmen und die vielfältigen Freuden und Herausforderungen des Elternseins zu erleben.
Menschen mit Behinderungen haben nach den SGB IX ein Anrecht auf Leistungen zur sozialen Teilhabe in Form von Assistenzleistungen. Bei Müttern und Vätern mit Behinderungen umfasst das auch Assistenzleistungen bei der Versorgung und Betreuung ihrer Kinder. Das nennt man Elternassistenz.
Ziel der Leistung ist, Eltern mit Behinderungen gemeinsam mit ihren Kindern eine möglichst selbstbestimmte und eigenständige Bewältigung des Alltags zu ermöglichen. Dabei geht es zum Beispiel um einfache Assistenzleistungen wie Handreichungen und das Übernehmen von Tätigkeiten für Eltern mit körperlichen Einschränkungen oder um eine pädagogische Anleitung, Beratung und Begleitung bei der Wahrnehmung der Elternrolle bei Eltern, beispielsweise eine kognitive Behinderung haben.
Die Leistung kann in der eigenen Wohnung, in einer Pflege- beziehungsweise Gastfamilie oder auch in einer sogenannten Eltern-Kind-Einrichtung erfolgen. Neben der Elternassistenz können bei Bedarf auch noch andere Assistenzleistungen in Anspruch genommen werden. Da auch mögliche Leistungen für das Kind zu berücksichtigen sind, findet immer ein Gesamtplanverfahren zum Beispiel mit dem Jugendamt statt, um den gesamten Bedarf abzustimmen.
Das Kompetenzzentrum Soziale Teilhabe biete jährlich fortlaufende Qualifizierungen für die Mitarbeitenden der Abteilung 60 an. In den Qualifizierungen wurden bereits leistungsberechtigte Personen einbezogen. Durch diese Einbindung konnten die Teilnehmenden sowohl von den praktischen Erfahrungen profitieren als auch Einblicke in das Leistungsangebot der Elternassistenz gewinnen.
Ergänzend zu der allgemeinen Qualifizierung im Bereich der Elternassistenz werden derzeit jährlich Praxiswerkstätten zum Thema angeboten. Die themenbezogene Praxiswerkstatt Elternassistenz wird vom Kompetenzzentrum Soziale Teilhabe moderiert und bietet die Möglichkeit, auf der Grundlage von Fragestellungen zu Einzelfällen, mögliche Wege der Herangehensweise und Lösungsansätze zu erarbeiten.
Im Fokus steht der kollegiale Austausch untereinander über Erfahrungen, Kompetenzen und Verfahrensweisen in der praktischen Arbeit von themenbezogenen Einzelfällen. Durch die von den Mitarbeitenden eingebrachten Fälle wird aus Theorie Praxis.
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